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"Unsere Idee ist es den gesamten Uni Biomüll direkt vor Ort zu wertvollen Kompost zu veredeln, anstatt unnötig ihn in der Ost-Stmk zu transportieren (und somit viele LKW-Fahrten einsparen) und erst dort zu kompostieren. Der Biokompost soll dann für die umliegenden Gemein-schaftsgärten dienen und große Mengen an CO2 einsparen."

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Michael Flechl

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Uni-Kompost-Projekt

Unsere Idee ist es den gesamten Biomüll der Karl-Franzens-Uni (Uni-Campus) zu sammeln und nach Möglichkeit auf der Liegenschaft der Uni (Mozartgasse) zu kompostieren. Dadurch soll das gesamte Biomüllaufkommen (Speiseabfälle, Kaf-feesud, Rasen-/ Grünschnitt, Laub vom Campus etc. ) genutzt und vor Ort kompostiert werden. Der Uni sind Abfallreduzierung und -Vermeidung, Klimaschutz, Bildungsarbeit, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit wichtige Anliegen. Dadurch kann CO2 eingespart und der Ökologische Fußabdruck der Universität verringert werden. Derzeit wird der in der Stadt Graz anfallende Biomüll in Kopfing bei Kaindorf kompostiert. Hier ergeben sich bereits durch diesen Transport (hin und zurück) 105 km, die eingespart werden können. Die Kompostierung des Uni-Biomülls soll bei erfolgreicher Umsetzung des Pilotprojekts als Vorbild für weitere Projekte dieser Art dienen, wie für lokale Gastronomiebetriebe oder AnrainerInnen. Mit der Kompostierung des hauseigenen Mülls sollen ideelle und reale Werte akkumuliert werden. Mit der Kompostierung wird Verantwortung übernommen. Studierenden und dem Personal der KFUG wird vor Ort die Möglichkeit zur Bewusstseinsbildung gegeben. Woher kommt mein Müll? Welche Mengen werden produziert und welche Probleme ergeben sich daraus? Wie kann ich diesen in einen realen Wert umsetzen? Das sind Fragen, die man sich mit solch einem Projekt selbst beantworten kann.

Der reale Nutzen ist die Produktion von hochwertigem Kompost, der u. a. für die umliegenden Gemeinschaftsgärten verwendet, verkauft oder den Mitar-beiterInnen und Studierenden, die sich am Prozess beteiligen, verschenkt werden kann. In weiterer Folge kann mit dem Kompost Terra preta (tiefschwarze Humuserde aus dem Amazonas) produziert werden. Das Projekt hebt das Image der Universität in Bezug auf Nach-haltigkeit. In weiterer Folge könnte man vl. sogar CO2-Zertifikate verkaufen. Die Liegenschaft (KFUG) erspart sich mit dem Kompostbonus (Abfuhrordnung der Stadt Graz § 5 Abs. 2 zweiter Satz) 15 % ihrer Müllgebühren. Gerade mit dieser Kostenersparnis ist das geplante Projekt für alle Beteiligten äußerst interessant und umsetzungsfähig. Mit den Einnah-men sollen die Kompostierung, Schulungen und der Bildungsauftrag finanziert werden. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass der biogene Müll im Stadtgebiet (in dem Fall Graz, Liegenschaft der KFUG) möglichst vor Ort kompostiert werden soll um damit lange Transportwege zu verhindern. Die ideellen und realen Werte bieten den Anreiz dies durchzuführen. Im Vordergrund stehen die ökologischen, nachhaltigen und pädagogischen Ziele. Bisher wird der Biomüll von Graz nach Kopfing bei Kaindorf transportiert, dort erst kompostiert und der fertige Kompost wird wieder zurück nach Graz (Sturzgasse) transferiert. In Zukunft sollen alle Schritte im Grazer Stadtgebiet stattfinden und diese "sinnlosen" LKW-Fahrten eingespart werden. Aus dem Biomüll kann hochwertiger Kompost produziert werden, der wiederum in den umliegenden Gärten als Grundlage für Gemüseanbau dienen soll. Weiters kann sich die Uni durch den Kompostbonus 15% der Müllgebühren sparen.

Die Kompostierung ist ein tausende Jahre altes Verfahren, das unter geeigneten Rahmenbedingungen jederzeit zur Anwendung kommen kann. Dieses Umfeld mit lokaler Ausrichtung zu schaffen, ist die Innovation.

Es bietet die Chance, sich mit den Lebensbedingungen bewusst auseinanderzusetzen. Über die Nahrungskette der humusbildenden Organismen aufgenommen, werden Bioabfälle wieder zur wertvollen Ressource, die den Boden verbessert, der schließlich die Grundlage der regionalen Gemüse und Lebensmittelproduktion liefert. Bewusstseinsbildung steht im Vordergrund. Der finanzielle Anreiz ist der Kompostbonus.

Die Hauskompostierung in der Stadt (Graz) ist rückläufig. Durch das zunehmende Aufkommen der Themen: Urbanes Gärtnern, Lebensmittelsicherheit, Commons, Ökologie, Terra preta- Produktion, Ernährungssouveränität, Bodenerosion Flächenversiegelung und Fragen über die Herkunft unserer Lebensmittel, gewinnt das Thema zunehmend an Relevanz.

Der Zielmarkt variiert je nach Größe der Durchführung des Projekts. Ziel ist es, den gesamten Biomüll der Stadt Graz im städtischen Raum zu kompostieren. Dann stellt der Zielmarkt die StadtbewohnerInnen der Stadt Graz dar, bis auf jene Personen, die eine Hauskompostierung bereits durchführen bzw. wo eine solche nicht sinnvoll ist. Wenn sich das Projekt auf den Campus der Karl-Franzens Universität bezieht, betrifft es alle Angestellten sowie Studierende der Uni-Graz.

Für das geplante Projekt (Universität Graz) ist ein Planungszeitraum von 2-3 Monaten anberaumt. Die Investitionskosten betragen 27.000 € (Bewerbung des Projekts und Etablierung des Systems an der KFUG, Gerätschaft,). Bei Umsetzung des Projekts können ca. 2,5 Vollzeit-Stellen finanziert werden. Unterstützung bekamen wir bisher vom Umwelt der Stadt Graz (Abfallberater R. Egger) und der Uni-Verwaltungsabteilung (Herr R. Zettl).

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